MehrzWECKbeutel / Anleitung

Am Montag nähte ich mir einen Beutel für Brot und Brötchen

und zeigte ihn auf Instagram.

Ich finde ihn toll und er ist ein weiterer Schritt in Richtung

Müllvermeidung und verpackungsfrei einkaufen.

Aber auch bei euch war die Begeisterung groß und schnell kam die Frage

nach einer Anleitung auf.

Also habe ich mich rangemacht, einen weiteren Beutel genäht

und nebenher die Nähschritte mit dem Handy festgehalten.

Entschuldigt also die Fotoqualität, mehr war in der Zeit nicht drin

und zu mehr fehlte mir auch der Elan.

Ihr benötigt Stoffreste,

ich habe den abgeschnittenen Rest eines Vorhangs genommen.

Katharina hatte die tolle Idee, ausgediente Herrenhemden zu verarbeiten!

Außerdem braucht ihr Tüll, meiner ist von hier.

Und natürlich eine Kordel,

es gehen auch prima einzelne, übriggebliebene Schnürsenkel o.ä.

Seid ihr bereit?

Dann geht‘s los:

Zuerst schneidet ihr euch aus euren Stoffen zwei Rechtecke zu.

Ihr könnt die Maße natürlich an eure Bedürfnisse anpassen.

Legt den Tüll bündig auf die kürzere Seite eures Stoffes.

Näht mit der Overlock oder der Nähmaschine (Geradstich)

die zwei Teile zusammen.

Jetzt klappt den Tüll nach rechts.

Die soeben genähte Naht klappt ihr auch nach hinten weg

und steckt sie fest.

Steppt mit der Nähmaschine, oder wie ich mit der Coverlock

knapp neben der Stoffkante gerade ab.

So sieht es jetzt aus.

Jetzt legt ihr den Tüll ganz nach links, bis an den linken Rand des Stoffes.

Dort näht ihr wieder mit Nähmaschine oder Overlock

die zwei Stofflagen zusammen.

Jetzt wendet ihr den Beutel auf rechts.

Schlagt das Nahtende nach innen und steppt knapp daneben

mit der Nähmaschine oder Coverlock ab.

Das ist etwas tricky, ihr müsst aufpassen,

dass ihr nur auf dem Teil des Stoffes näht und nichts dazwischenkommt.

Am besten haltet ihr die Rückseite mit der Hand fest.

Nun steppt ihr eine Seite des Beutels ab.

Ich habe dafür wieder die Overlock verwendet,

es geht aber genauso gut die Nähmaschine.

Der Beutel wird jetzt wieder auf links gewendet.

Und erneut absteppen, dieses Mal mit der Nähmaschine.

So kann euch der Tüll auf keinen Fall ausreißen.

Wieder auf rechts drehen.

Miss jetzt die Breite der oberen Öffnung und verdoppele das Maß.

Gib für beide Seiten eine Nahtzugabe von 2cm dazu.

Schneide einen langen Streifen im errechneten Maß x 5cm zu.

Schlage diesen Streifen an den kurzen Seiten jeweils zwei mal 1cm ein.

Steppe die Umschläge ab.

Falte und bügele die lange Seiten links auf links zusammen.

Diesen Streifen steckst du jetzt gleichmäßig rund um den Beutel fest.

Die Öffnungen sind dabei an einer Seite des Beutels platziert.

Nähe den Streifen mit der Overlock rundherum fest.

Klappe die Naht nach innen

und steppe noch einmal knapp neben der Naht ab.

Nun kannst du das Zugband durchfädeln.

Dafür benötigst du mindestens die Länge vom Streifen plus 10cm.

Knote anschließend das Band zusammen,

damit es nicht wieder herausrutschen kann.

Und fertig ist dein MehrzWECKbeutel!

Danke an Misses Cherry,

die meine Idee mit diesem genialen Namen unterstützt hat!

Und als kleines Goodie habe ich noch eine Plotterdatei für euch erstellt!

DOWNLOAD

Damit könnt ihr euren Brotbeutel aufhübschen und individualisieren.

Nun bin ich gespannt auf eure MehrzWECKbeutel!

Liebe Grüße

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4 Kommentare bei „MehrzWECKbeutel / Anleitung“

  1. Vielen Dank für die Idee und das ausführliche Tutorial. Der Tülleinsatz ist die tolle und einfache Lösung, wenn man im Supermarkt sein Brot am SB -Shop kaufen will – keine Probleme mehr an der Kasse 🙂

    Herzliche Grüße aus dem hohen Norden
    Ute

  2. Vielen vielen Dank für dieses Tutorial. Das wird gemerkt und auf die Nähliste gesetzt! Ich nehme zwar schon immer Beutel und so zum Einkaufen aber für Brötchen und alles andere was für VerkäuferInnen sichtbar bleiben sollte, fehlte mir noch diese Alternative.
    Liebe Grüße,
    Sarah

  3. Christine sagt:

    Vielen Dank für diese Tutorial. Ich habe bisher Beutel ganz aus einer alten Gardine genäht. Aber der Vorrat ist endlich. So kann ich auch andere Stoffreste verarbeiten und die Gardinen reichen weiter. Ich finde, diese Beutel sind auch schöne Verpackungen wenn man im Garten wieder zu viel Gurken und Co. hat, die verschenkt werden sollen.
    Liebe Grüße
    Christine

  4. Liebe Ina,
    vielen, vielen Dank für das Tutorial! Ich finde das total super und werde davon garantiert mehrere nähen. Mit deiner Anleitung ist das ja nun ein Kinderspiel! 🙂 Wenn ich die Beutel fertig habe (ich gehe davon aus, dass ich einige verschenke), zeige ich sie bei mir im Blog und verlinke zu dir, damit möglichst viele Leute auf deine tolle Anleitung aufmerksam werden. :-* DANKE, dass du dir die Mühe gemacht hast.
    Liebe Grüße
    Katharina

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